Schriftstellerverband klamm

Generell ist ja für Kultur immer zu wenig Geld da und das ist sehr schade. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass jetzt auch  der deutsche Schriftstellerverband knapp bei Kasse ist. So knapp bei Kasse, dass man seine Mitglieder um eine freiwillige Spende von fünf Euro ersucht. Genauere Hintergründe und auch den Aufruf, den Verband doch aufzulösen, gibt es bei welt.de in einem Artikel von Alan Posener. Kurz gesagt: Die Einnahmen werden immer weniger, die entstehende Lücke muss irgendwie aufgefüllt werden.

Wirklich schade, denn waren nicht wirklich viele der Autoren, die heute noch Millionen Bücher verkaufen, zu Lebzeiten häufig pleite oder hatten mit Geldproblemen zu kämpfen? Kafka? Robert Walser? Bukowski? Schiller? Büchner? Paul Auster? Was für eine illustre Runde an genialen Autoren sich da also im Schriftstellerverband versammelt, werden wir leider nie erfahren.

Bild: Der arme Poet von Carl Spitzweg (1839)

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